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Jürgen Görg kultiviert in seinen Werken mit einem feinen Linienduktus und einer überaus zarten Farbigkeit die…

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Kunst und Handwerk

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Ihr Team der Galerie Späth

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Galerie Späth · Ausstellungen · Rückschau 2009 - 2007

Kostas Aggelakis

15. Oktober - 14. November 2009
FRUGALIEN
Ausstellung
Galerie Späth in der Remise

Vernissage
mit Bilder- Koch- und Sangeskunst aus Griechenland

"Das Kleine und Unscheinbare ist uns wichtig genug, weil uns das Große und Bedeutsame in unserer Zeit nichtig geworden ist"
Kostas Aggelakis

Kostas Aggelakis lebt und arbeitet in Glyfada bei Athen. Er studierte Malerei an der Akademie der Schönen Künste in Sofia. Nach zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen in Griechenland, Bulgarien und in der Türkei ist er nun auch bei uns in Deutschland zu Gast.

Kostas Aggelakis ist ein Denker, dessen ständiges Fragen und Forschen nach dem Sinn der Dinge ihn in eine Schaffensphase geführt hat, die in unserer Ausstellung dokumentiert wurde. Dieser Suche nach dem Eigentlichen widmet er sich mit Hingabe und Selbstbeschränkung auf eine einzige künstlerische Technik - die der Ölmalerei. Nichts lenkt ab, nichts wird beschönigt, alles wird gezeigt, so wie es eben ist. Nichts wird verzärtelt, nichts folgt den wechselnden Moden der aktuellen Kunstszene. Kurz gesagt, die Arbeiten zeigen weder mehr noch weniger, als das was einfach da ist. Seine Kusnt lebt in den unscheinbarsten Objekten und ist völlig frei von irgend einer aufgesetzten Sinnfälligkeit. So kann er uns die Schönheit der Form und das Spiel des Lichtes auf den Oberflächen der einfachen Dinge vor Augen führen, uns in seinen Werken die Abgeschiedenheit vom Trubel der Welt erleben lassen.

Kostas' Kunst ist ein reiner und wohl begründeter Aspekt des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens. Er ist sicher nicht der Einzige, der diesen Weg der Einfachheit und Selbstbeschränkung beschreitet, aber einer der wenigen Künstler, die ihre Fragen und Botschaften so innig in ihrem Werk ausdrücken.

Kostas Aggelakis eröffnete persönlich seine Ausstellung in unserer Galerie.

Kostas-Aggelakis--Ausstellung-2009--Galerie-Spaeth

Peter Wever

24. September - 7. November 2009
Ausstellung
Galerie Späth in der Remise

Menschen und Menschenbilder
Im Mittelpunkt von Peter Wevers Schaffen steht der Mensch. Liebevoll gezeichnet erleben wir ihn in seiner charmanten Nonchalance. Die Auseinandersetzung mit dem ganz gewöhnlichen selbstgeschaffenen Chaos oder das Hinter-sich-lassen genau dessen sind immer wieder Bildthema. Wir begegnen Einzelnen, wie sie die Hürden etwa von Aktenbergen überwinden oder Träumenden in inniger Umarmung, der Welt in einer Badewanne oder unter einem Schirm entrückt.

Dieses Wechselspiel zwischen "normalem" Tagesgeschehen und Entrücktheit teilt sich auch in seinen Landschaften und Stilleben mit. Der Künstler hat keine spektakulären Effekte nötig, sondern erhebt ganz enfache, alltägliche Gegenstände und Szenen zur Poesie. Seine Kunst berührt uns. Sie muß nicht erklärt werden. Wir finden uns ganz unmittelbar in ihr wieder.

Peter Wever als Bildermacher
Das Bild-Ergebnis ist dem Künstler oberstes Anliegen. Dabei beschränkt er sich nicht auf eine Technik. Auch die "Reinheit" der Technik ist ihm nicht so wichtig. Radierung, Kohle- oder Kreidezeichnung und Malerei überlagern sich durchaus auch in einer Arbeit. Die Möglichkeit, in der Acrylmalerei unbegrenzt Schichten übereinander zu legen und die Disziplin, die die Kaltnadelradierung erfordert, befruchten sich gegenseitig. Das führt zu ganz neuen und unkonventionellen Bildlösungen, die selbstkritisch geprüft und variiert werden, bis das Ergebnis stimmt. Und das kann mitunter Jahre dauern. So ist immer eine Vielzahl an Bildern im Werden.

Wir präsentierten eine große Ausstellung mit Arbeiten auf Papier und Leinwand. Peter Wever hat seine Ausstellung bei uns persönlich eröffnet.

Peter-Wever--Ausstellungsfahne-2009--Galerie-Spaeth

Salvatore Mainardi

5. Coburger Museumsnacht
MASKEN - MYTHEN - MENSCHENBILDER
12. september 2009 - 18.00 - 01.00 Uhr
Ausstellung
Riesensaal der Ehrenburg
Performances
im Ehrenhof - 20.00 + 23.00 Uhr
Installation
im Hofgarten

Ausstellung
14. - 21. september 2009
Galerie Späth in der Remise

 

Salvatore Mainardi
ist 1954 in Angri nahe Salerne und Neapel geboren. Er besuchte das Kunst-Gymnasium in Salerno. Nach der Übersiedelung nach Basel ließ er sich als Landschaftsgärtner ausbilden. Ab 1977 war er Grafiker bei einem internationalen Großkonzern bei Baden AG. Seit 2016 ist er Kurator der Gemeindegalerie Spreitenbach (CH).

Seit 1970 stellt er international aus, z. B. in der Schweiz,  in Italien, Österreich, Deutschland, Frankreich, in den USA und in Japan.

Herr der Masken
Salvatore Mainardi treibt mit surrealen Bild-Objekten und Installationen sein Spiel mit uns. Er hat einen universellen Masken-Typus entwickelt, der zentrales Motiv seiner Kunst ist. In zahllosen Varianten, als Multiple aus Kunststoff oder mit individueller Oberfläche aus Keramik oder umggesetzt in seine Malerei sind sie omnipräsent. Einzeln, wie mahnende Rufer, geschichtet und gehäuft wie die bedrängte Menschheit oder im skurrilen Tanz durch die Lüfte segelnd. Wir fragen uns, wer oder was sich hinter diesen varablen Schalen menschlicher Gesichter verbirgt. Sind wir es bis zu einem gewissen Grad nicht selbst?

Humanistisch geprägt, sehen wir uns als Individuum. Andere nehmen uns vielleicht nur in unserer Rolle als Teil einer Gruppe oder Gesellschaft wahr. Die Kunst Salvatore Mainardis schöpft aus dieser Wechselseitigkeit der Wahnehmung. Der Künstler läd uns ein, hinter die äußere Erscheinung zu blicken und in der Einzigartigkeit jeses Menschen auch uns selbst zu erkennen.

Museumsnacht
Mit der Ausstellung wurde die Museumsnacht im Riesensaal der Ehrenburg offiziell eröffnet. Als kulinarische Performance wurden die Masken Mainardis - von einem schweizer Chocolatier in Schokolade geformt - zum Verzehr gereicht. Illuminierte Masken als Multiples leuchteten in den Bäumen des Hofgartens und kulminierten in einer Baumskulptur. Salvatore performte den Ehrenhof mit Malerei, Tanz, Schall und Rauch...

Salvatore-Mainardi--Ausstellungsfahne-2009--Galerie-Spaeth

Walter Bauer

SAMBA A ÓLEO
3. Juli bis 1. August 2009

Öffentliche Vernissage
3. Juli Kost bar, Theatergasse 1, Coburg
Ausstellung
10. - 12. Juli - während des Samba-Festivals:
Herrngasse 2, Coburg
13. Juli -  1. August
Galerie Späth in der Remise, Wiesenstraße 22, Coburg

Leidenschaft in Öl
Der 1952 geborene Nürnberger Maler Walter Bauer hat, seit er die Malerei in Öl auf Leinwand für sich entdeckt und 1989 erstmals zum Pinsel griff, ein gigantisches Bilderspektrum hervorgebracht. Wir kennen seine Serien von Tortenstücken, die durch das Bild schippern, Karpfen, röhrenden Hirschen und lachenden Kamelen in ihrer unbändigen Farbenpracht. Sein Spiel mit Konventionen steckt voller Ironie. Das hat ihm internationale Anerkennung einbebracht. Auch als "Abstrakter" schafft er energiegeladene Kompositionen in üppig pastosen Strukturen.

Kraftvolle Portrait-Serien beeindrucken durch die Strahlkraft der Farben. Er schafft spannungsvolle Abbilder zwischen Verfremdung und treffender Charakterisierung. Der lockere Pinselduktus zeichnet Walter Bauers Malerei aus. Jeder Pinselstrich scheint voller eigenwilliger Kraft, ja Lebenshunger. Und doch fügen sich die Farbschichten dem Willen des selbstbewußt komponierenden Künstlers.

Samba in Öl
Leidenschaft und Lebensfreude - da trifft sich das Lebensgefühl des Samba mit der Kunst von Walter Bauer.

Walter Bauer kam auf unsere Einladung im Juli 2008 zum 17. internationalen Samba-Festival nach Coburg. Nachdem der Künstler erst einmal etwas skeptisch reagiert hatte, packte ihn doch das Samba-Fieber. Das ist auch gar nicht anders denkbar, inmitten von über 60 Samba-Gruppen aus aller Herren Länder, begleitet von Tänzerinnen in aufregenden Feder-Kostümen und tausenden von begeisterten Gästen und Zuschauern, die die Straßen der Stadt jedes Jahr in einen wahren Hexenkessel verwandeln.

Aus den unmittelbaren Eindrücken, die Walter Bauer an diesem Samba-Wochenende sammelte und zahlreichen Schnappschüssen eines Coburger Fotografen entstand im Nürnberger Atelier die Serie "Samba a Óleo mit nicht weniger als 52 Einzelbildern. Temperament und Lebensfreude der tanzenden Sambistas, der extatischen Bateristas und der Muse des Festivals, Nice Ferreira, stimmen mit der spontanen, energiegeladenen Malweise Walter Bauers unmittelbar überein.

Die Serie wurde mitten im 18. Samba-Festival in Coburg präsentiert und mit Begeisterung aufgenommen. Die Reaktion der Besucher der Ausstellung war umwerfend. "Der Mensch kommt zur Tür rein und erkennt sich sofort auf dem Bild an der Wand", schwärmte Walter Bauer im Rückblick. Es kam zu spontanen Trommel, und Tanzeinlagen zwischen den Bildern der Ausstellung.

Ausgewählte Motive zierten als großformatige Banner die Samba-Bühnen auf dem Schlossplatz und dem Markt.

Walter-Bauer--Ausstellungsfahne-2009--Galerie-Spaeth
Walter-Bauer--Samba-in-Oel--Ausstellung-2009-Galerie-Spaeth

Italienische Fresco-Malerei

14. - 30. Mai 2009
Ausstellung
Galerie Späth in der Remise

Tradition
Die Fresken werden von ausgebildeten Kirchenmalern wie seit der Antike in klassischer Technkik angefertigt. Als Vorlage dienen dekorative Wandmalerein, z.B. in den antiken Villen Roms und Pompijis, den Schlössern der Renaissance und des Barock sowie Landschaften, figürliche Darstellungen, Tiere und Stilleben antiker wie zeitgenössischer Prägung.

Kunst und Handwerk
In der Fresco-Malerei wird mit mineralischen Pigmenten direkt auf noch feuchten geglätteten Kalkputz gemalt. Die Farben kristallisieren mit dem Putz zu einer festen Kalkschicht. Diese Technik erfordert große Geschicklichkeit, denn man kann nur so lange malen, wie der Putz noch nicht angetrocknet ist. Korrekturen sind nicht möglich, ohne die gesamte Putzschicht entfernen zu müssen. Das Besondere dieser Technik ist die Dauerhaftigkeit, denn die Malerei ist innig mit der Putzschicht verbunden.

Um die Wandbilder transportabel zu machen, werden sie in einem aufwändigen Verfahren mit der obersten Putzschicht von der Wand gelöst und auf eine Leinwand übertragen. Durch dieses Verfahren entstehen charakteristische Ausbrüche, die dem neuen Fresco ein antikes Aussehen verleihen. Die Leinwand mit der übertragenen Malerei kann wie ein Ölgemälde auf einen Holzrahmen gespannt oder andernorts in einen neuen Wandverputz eingearbeitet werden.

Babilonia-Arte--Ausstellungsfahne-2009--Galerie-Spaeth

Art Innsbruck

19. - 22. Februar 2009
Messebeteiligung

Wir präsentierten Arbeiten der Künstler
James Rizzi
Walter Bauer
Gerhard Popp
Harald Burger
Martin Ludwig
Doris Böhm

Art-Innsbruck--Katalogseite-2009--Galerie-Spaeth

Devin Miles

25. September - 28. Oktober 2008
MODERN POP ART
in der Remise

Ausstellung
Galerie Späth in der Remise


Starkult
Devin Miles' Bilderwelt ist die der Ikonen der 1950er und 60er Jahre. Dabei begnügt er sich aber nicht mit dem vordergründigen Glamour der Stars von gestern oder rein dekorativen Kompositionen der Motive. Er stellt seine Figuren mit symbolhaften Fragmenten von Bauwerken, Objekten, geschriebenen Botschaften und einer ausgesuchten Farbigkeit in neue Zusammenhänge - teils mit ironischem, ja subversivem Hintersinn, teils mahnend an die menschliche Verletzlichkeit, die hinter dem schillernden Äußeren dieser Idole steckt. Das verleiht seinen Werken neben dem Glanz des Starkustes Tiefe und Vielschichtigkeit von bisweilen gesellschaftskritischer Dimension.

Shooting Star
Als Autodidakt im Siebdruck, ganz unbelastet von ausgetretenen Pfaden des Handwerks findet er seinen eigenen Ausdruck in einer gelungenen Symbiose aus Siebdruck, Malerei und Graphik. Über seine erklärten Vorbilder, Robert Rauschenberg und Jasper Johns hinaus entwickelt er mit seinen Collagen aus Portrait, Architektur und Schriftzügen seine eigene Sprache und gilt damit als Wegbereiter des Modern Pop-Art in Deutschland.

Devin Miles gilt mit seinen Aufsehen erregenden Bildern als Shooting-Star der Kunstszene. Seine Werke sind in Galerien und bei Sammlern außerordentlich geschätzt - nicht zuletzt im Hinblick auf eine zu erwartende Wertsteigerung. Die in Siebdruck entstehenden Kunstwerke sind auch stets in kleiner Auflage limitiert.

Ausstellung in Coburg
Für die Ausstellung in unserer Galerie entstand als ganz besonderes Extra ein eigenes Coburg-Bild, als Original auf Alu sowie in einer Auflage von 9 Exemplaren als Siebdruck auf Leinwand. Das Erste davon hat der Künstler als Schenkung an die Stadt Coburg dem Oberbürgermeister, Norbert Kastner, am Vernissage-Abend persönlich überreicht.

Neben den bekannten Siebdrucken war eine Reihe von neuen Motiven erstmals bei uns zu sehen. Gemälde in Öl auf Leinwand, in fotorealistischer Manier zeigten eine weitee Facette im Schaffen von Devin Miles.

Devin-Miles--Ausstellungsfahne-2009--Galerie-Spaeth

James Rizzi

10. Mai - 17. Juni 2008

Ausstellung
10 - 13. Mai: Herrngasse 2, Coburg
14. Mai - 17. Juni: Galerie in der Remise, Coburg

Coburg im Zeichen James Rizzis
Bunt, wimmelnd, lachend, lebensfroh, verspielt, optimistisch - James Rizzis Kunst macht ganz einfach Spaß.

Mehrmals bevölkerten seine strahlenden Stadtlandschaften die Coburger Kunstszene: Zunächst 2008, als der Künstler zu seiner Ausstellungseröffnung selbst in Coburg war. Zu Saxophonmusik trat er persönlich vor die Coburger, ermutigte Besucher nachzufragen und mit ihm ins Gespräch zu kommen, stand bereit für Fotos und signierte sogar ausgefallenste Objekte. Noch heute erinnert an dieses außergewöhnliche Ereignis seine Zeichnung im Goldenen Buch der Stadt Coburg. 165 Arbeiten - Gemälde, Druckgrafiken und 3D-Bilder konnten bestaunt werden. Dabei war sein Auftritt in Coburg der Abschluss seiner Deutschlandreise, auf der er zuvor schon in der Bundeskunsthalle in Bonn den damaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück den zweiten Teil einer insgesamt vier Motive umfassenden Briefmarkenserie überreichte.

Nach dem Tod des Künstlers 2011 konnte 2013 in einer umfassenden Retrospektive erneut eine große Zahl der Arbeiten von James Rizzi in Coburg präsentiert werden und damit eine breite Auswahl seines Schaffens gewürdigt werden. Neben Werken aus seinem Privatbesitz konnte man auch Arbeiten aus seinem Frühwerk entdecken, die die Entwicklung in seinem Schaffen sichtbar machen. Zeitlos überdauert die Fähigkeit James Rizzis Kunst, dem Betrachter ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, die Jahrezehnte.

Rizzi 4
Rizzi 5
Rizzi 3

Torsten Paul

2. - 29. März 2008
RICORDARSI
sich besinnen

Ausstellung
auf Schloss Hohenstein, Ahorn
und in der Galerie Späth in der Remise


Torsten Paul
Der 1949 in Zittau geborene Künstler ist ausgebildeter Schrift- und Plakatmaler und studierte Malerei und Siebdruck an der Kunsthoschschule Berlin. Seit 1990 ist er auch als Bildhauer tätig und unterhielt in den 90er Jahren ein Atelier in Carrara. Er ist Mitglied im Bund Bildender Künstler Hannover und Gründungsmitglied einer Künstlergruppe in Luzern.

Faszination in Marmor
Kaum einer versteht es, das Weiß des Marmors in seinen Bildern so leuchten zu lassen wie Torsten Paul. Das hat ihm große Anerkennung des Museo die Marmo in Carrara eingebracht. Seine Werkserien sind eine Hommage an die Cavatori, deren harte Arbeit in den Steinbrüchen und den halsbrecherischen Transport der riesenhaften Blöcke ins Tal. Deutlich wird aber auch, welche gewaltigen Veränderungen in der Landschaft mit dem industriellen Abbau der Marmorvorkommen verbunden sind. Künstliche Terrassen entstehen, eine gequaderte Landschaft.

Torsten Paul hat sich dem Marmor Carraras verschrieben. Er beschränkt sich in sensiblem Umgang mit den Ressourcen bewußt auf Überbleibsel aus industrieller Fertigung. Raue Spuren grober Fräsungen, Schnittflächen und Bruchkanten setzt er gegen schimmernde Glätte. Seine figürlichen wie abstrakten Skulpturen habne bei aller habtischer Sinnlichkeit etwas immateriell schwebendes oder verletzlich fragmentarisches, das den Betrachter tief berührt.

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Benno Noll - Jost Heyder
Jost Heyder - Benno Noll

18. Oktober - 24. November 2007
REFLEXIONEN
Ausstellung
Galerie Späth in der Remise

Reflexion:
1. das Zurückwerfen von Strahlen an der Grenze zweier Medien
2. das prüfende, vergleichende Nachdenken, besonders über die eigenen Handlungen, Gedanken, Empfindungen
Übertragen wir diese lexikalischen Definitionen auf die beiden ausstellenden Maler Jost Heyder und Benno Noll, so bewegen sie sich an der Grenze zwischen äußerer und innerer Welt, zwischen Sehbild und Empfindungsbild.

Bei Malern wie Jost Heyder und Benno Noll haben wir den glücklichen Umstand, daß sich diese Grenze, diese Passage des Übertritts, in einer Art poetisch-bildnerischen Osmose vollzieht. Das Kunstwerk selbst wird zur Membran, die Künstler und Welt zugleich voneinander trennen und verbinden. Dabei ist der wahre Maler dazu berufen, frühere Errungenschaften zu festigen, ja zu bewahren, ohne neue Möglichkeiten zu leugnen. Alltägliche Realität wird um die Dimension der individuellen Weltsicht erweitert. Die künstlerische Form vermag es, autonome, nur sich selbst gehorchende Kunstwelten zu schaffen, in denen herkömmliche Normen aufgegeben sind und einzig die vom Künstler erhobenen Gesetze Gültigkeit besitzen. Er ist es, der über sein Werk gebietet und der seinen Mitmenschen hierin neue Weltzugänge eröffnet.

Bei Heyder und Noll geht diese werkimmanente Reflexion immer vom Gegenständlichen aus. Kein Bild ohne die Qualität der Form. Aber auch keins ohne Inhalt. Immer tut es dem Werk gut, mit der Substanz des Gegenständlichen beschwert zu sein. Hier greift das Beckmann'sche Zitai "der Gegenstand mit seinem Widerstand ist die Macht, die mich zur Produktion zwingt". Überhaupt stehen beide in den Traditionslinien der modernen Malerei.

Bei Heyder ist dies ganz eindeutig: trotz seiner zunächst expressiv-abstrakten Bildanlage, die im Arbeitsprozess naturalistisch überhöht wird, findet er stets zurück zum Gegenstand und dem ihm zugewiesenen Raum. Viele Wahlverwandtschaften mit großen Vertretern der klassischen Moderne sind erkennbar und die Sujets Portrait, Mehrfigurengruppen und Landschaft aktualisieren kunstgeschichtlich traditionsreiche Topoi, die nie wirklich aus der Malerei verschwunden sind, auch wenn mancher sie im 21. Jahrhundert für überholt halten mag. Solange sie imaginiert sind und nicht rein illustrativ daherkommen, haben sie bis heute nichts von ihrer unwandelbaren Strahlkraft verloren.

Heyders Teatrum Mundi zeichnet ihn als visuellen Chronisten aus, verstrickt in die Zwänge der Alltäglichkeit, des unterbewußt triebhaften und denen des eigenen Schaffens.

Dem gegenüber scheint bei Benno Noll alles Kalkül, auch wenn er im Arbeitsprozeß dem aleatorischen, zufällligen großen raum gewährt. Sie ist dennoch die Auswahl der Sujets präzise und konkret. Auf der einen Seite ist Noll Traditionalist, aber er ist auch in stetem Kampf gegen diese Tradition, geht manchmal sogar noch hinter sie zurück. Auf der Suche nach archetypischen Minimalzeichen wählt er aus dem Feld der schier unendlichen menschlichen Möglichkeiten Symbole aus, durch die dann in der Gesamtschau durch individuell-künstlerische Reflexion und Schöpfung eine spezifische Ordkung entsteht.

Werden und Vergehen, Transformation und menschenleere Interieurs als Spiegel unserer Befindlichkeit sind seine hinter dem reinen Abbild durchschimmernen Themen. Das Archaische ist ihm dabei wichtiger, als die Konkurrenz mit den Erscheinungen der Gegenwart.

Ähnlich wie bei Jost Heyder finden sich auch hier einfache, klare Kompositionen, reduzierte Zeichen, die durch ihre Ausgewogenheit und Balance der bildnerischen Mittel vollständig Genugtuung erfahren. Obwohl selbst gestaltende, wendet sich Noll gegen die Zurichtung der Dinge durch den Menschen. Noll's markantes Alleinstellungsmerkmal ist seit Jahren der erdig braune rost, der in abertausenden winziger Partikel die Oberflächen seiner Bilder bevölkert. Eisen ist ein Grundelement unseres Planeten und verleiht den Werken eine gewisse Erdenschwere, Gravitationskräfte werden sichtbar gemacht. Das griechische Wort gravitas bedeutet zugleich Würde, die sich in einer wahrhaft humanistischen Kunst immer orten lässt.

Am Ende will ich den Kreis meiner Rede via erneut lexikalischer Definition schließen:
Reflektant:
1. eine Absicht habende Person
2. aber auch ein Kauflustiger
Sie merken schon, worauf ich hinaus will!

Bei allem Idealismus bleibt letztlich auch der bildende Künstler dem Materiallen unterworfen und das Sein bestimmt auch bei ihm in nicht unerheblichem Maße das Bewußtsein.
In diesem Sinne vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und anregende Einkäufe

Benno Noll, Laudatio zur Ausstellungseröffnung

 
   

 

Jost-HeyderBenno-Noll--Ausstellungsfahne-2007-Galerie-Spaeth
Jost-Heyder+Benno Noll--Ausstellungsfahne-2007-Galerie-Spaeth

Christian Sommer

10. Mai - 9. Juni 2007
FASZINATION
CUBA - VENEDIG - NEW-YORK
Ausstellung
Galerie Späth in der Remise

Faszination
Diese eigentümliche Mischung Havannas aus morbidem Charme und heißem Lebenshunger übt auf uns Europäer eine unglaubliche Anziehungskraft aus. Eine nonchalante Lebensweise, alte Straßenkreuzer und Cigarren, der Kultus des Machismo, einladend lächelnde Frauen in leichten Sommerkleidern, Rum und Coca-Cola und nicht zuletzt der alles bestimmende Rhythmus des Salsa lassen uns von einer untergegangenen genußfreudigen Welt träumen und vergessen machen, dass es unter der berauschenden Oberfläche oft genug um das blanke Überleben geht...

Die Bilder von Christian Sommer fangen in ihrer temperamentvollen Farbenpracht auf magische Weise das Lebensgefühl in Havanna ein. Man fühlt sich als Betrachter unmittelbar einbezogen in die belebten Tanz-, Strand- und Straßenszenen und hört mit einem inneren Ohr die Musik und Gespräche in den Bars und Hinterhöfen. Die Bilder sprechen tatsächlich nicht nur das Auge an, man spürt schier die Sommerhitze, die Rhythmen, den Tabakduft und den Rumgeschmack.

Mit der gleichen Sinnesfreude widmet sich Christian Sommer auch den Themenkreisen New-York und Venedig. Auch hier greift er mit seinen Schilderungen mitten in das pralle Seben, überaus vital oder leicht melancholisch, ansteckend in ihrer Lebenslust oder Sehnsucht weckend nach einem genüsslichen Dolce far niente, in einer Gondel auf dem Wasser schaukelnd...

All diese Eindrücke zogen mit den Werken Christian Sommers in die Remise ein. Wir präsentierten Gemälde in Öl auf Leinwand und Ciclee-Prints in limitierter und handsignierter Auflage.

Christian-Sommer--Ausstellungsfahne-2007-Galerie-Spaeth
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